Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Wiederholung. “Monokultur” im herkömmlichen Sinn meint die dauerhafte Bewirtschaftung eines Bodens mit derselben Art von Nutzpflanze. Ziel dieses Verfahrens ist der „Reinanbau“ einer einzigen Spezies. Diese extensive Form der Landwirtschaft ist zunächst sehr effizient, kostengünstig und ertragreich. Längerfristig jedoch bewirkt diese stereotype Wiederholung eine erhebliche Schädigung des Bodens. Ausgehend von einem Begriff aus der Landwirtschaft begibt sich ein junges Ensemble auf die Suche nach der perfekten Bewegung, auf die Suche nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, auf die Suche nach den Gesetzen der Wiederholung, den Ritualen des Alltags, nach den Grenzen einer Definition. Monokultur ist eine „postdramatische Theaterskulptur“ im Zeichen der Wiederholung, des Loops und der Frage nach deren Auswirkung auf den Menschen.
„Wiederholung und Erinnerung sind dieselbe Bewegung, nur in entgegengesetzter Richtung. Denn was erinnert wird, ist gewesen, wird nach rückwärts wiederholt, wohingegen die eigentliche Wiederholung nach vorwärts erinnert.“ Soeren Kierkegaard
Eine Koproduktion von Pentatones & YouAreWatchingUs in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar und der Bauhaus Universität Weimar.
Mitwirkende:
Regie & Konzept: Julian Hetzel
Video & Konzept: Timm Burkhardt
Dramaturgie: Lutz Kessler
Musikalische Leitung: Albrecht Ziepert.
Darsteller: Jill Emerson / Paul Enke / Johannes B. Harth / Guido Böhm / Eve Kolb
Musiker: Hannes Daerr / Lukas Diehle / Moritz Fehr / Vincent Hammel /Ildiko Ludwig / Boris Nielsen / Hannes Waldschütz